Die Erstreckung der Kunst auf der Zeitachse ist Riglings Programm.

Aus ihr heraus hat sie 2002 auch den Teppich namens „Der süße Brei” begonnen. Rigling: „Leute bringen ihre Kleidungsstücke. Röcke, Socken, Pullover, Schals, Hosen, Blusen werden aneinandergefügt und mit Nadel und Faden zusammengefügt. Eine nicht enden wollende Arbeit entsteht …” Oft ist sie dafür schon Tag für Tag mehrere Stunden nähend mitten in ihren Ausstellungen gesessen, auf dass der Teppich vor ihr größer und größer werde. Mittlerweile misst er bereits über hundert Quadratmeter und ist Work in progress. Man kann ihn getrost als ihr Hauptwerk bezeichnen, weil er Riglings unterschiedliche methodische Ansätze auf den Punkt bringt: das Sammeln, die Arbeit mit Fundstücken und Geschichten, die Serialität, das Offene des Kunstwerks. Seriell könnte man’s nennen, obsessiv, aber auch einfach methodisch.